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Waidmannsheil - Waidmannsdank

Hi,

mit dem heutigen Tag und der bestandenen Jagdprüfung in Hamburg darf ich mich nun Waidmann nennen. 🙂

Mit mir konnten heute 13 Schüler der Jagdschule Frankenland bei der mündlichen Prüfung in Hamburg bestehen. Dem voraus ging die Schießprüfung bei der ich nach leichten Startschwierigkeiten und mit Hilfe eines Einspritzers doch noch die nötige Anzahl an Tontauben herunterholen konnte. Mit Leichtigkeit holte ich dann die insgesamt notwendigen 50 Ringe mit 6 Schüssen. 5 Schuss gingen auf den Fuchs liegend mit 40 Ringe und dann noch 1 Schuss auf den Bock angestrichen mit 10 Ringe, also genau ins Schwarze.

Herzlichen Glückwunsch an Dominic, Franz, Anja, Georg, Josef I, Josef II, Alex, Matthias I, Matthias II und allen anderen Waidfrauen und Waidmännern die ich vergessen hab! All jenen, die die Prüfung nicht bestanden haben, wünsche ich Viel Erfolg bei der nächsten! Immer dranbleiben!

Für alle die nicht dabei waren, hier der Verlauf der Ausbildung, die wir alle hinter uns haben (Quelle: http://www.jagdverband-hoyerswerda.de):

Einstige Jägerausbildung

Ein Lehrling, der die Jägerei erlernen wollte, musste drei "Behänge" oder Lehrjahre aushalten, bevor er wehrhaft gemacht wurde, d.h. den Hirschfänger und den Lehrabschied erhielt.

Im ersten "Behang" wurde der Jägerjunge auch Hundejunge genannt, seine Tätigkeit bestand in erster Linie in der Pflege und Fütterung der Hunde, insbesondere der Leithunde.

Im zweiten Jahr hieß er Lehrbursche und durfte bereits das Jagdhorn an der Hornfessel tragen, was ihm im ersten Jahr nicht erlaubt war. Er wurde nun von seinem Lehrherrn, dem sog. Lehrprinz, in allen waidmännischen Gebräuchen und in allen Zweigen der Jagd ausgebildet, dadurch wurde er hirschgerecht. Aber auch in forstlichen Fragen sollte er sich belernen, um so holzgerecht zu werden. Durch die Abführung des Leithundes und das Dressieren der Jagdhunde wurde er hundgerecht. Auch das Schießen musste fleißig geübt werden, damit er schießgerecht wurde. Aber das es auf das Schießen nicht allein ankam, wurde auch schon damals betont: "Denn wenn einer noch so gut schießen kann, versteht aber sonst nicht viel, so heißt er zwar Schütze, aber noch kein Jäger."

Im dritten Jahr seiner Ausbildung wurde der Lehrling Jägerbursche genannt, und nach Beendigung der drei Behänge wurde er feierlich wehrhaft gemacht. Der Lehrprinz lud zu dieser Zeremonie seine Nachbarn und Freunde ein. Mit einer feierlichen Ansprache des Lehrprinzen an den Jägerburschen, der zur linken Hand seines Lehrherrn, mit Hornfessel und Hirschfängergurt angetan, stand, begann der Akt. Dann nahm der Lehrprinz mit der linken Hand den vor ihm liegenden Hirschfänger und hielt ihn vor sich, mit der rechten Hand gab er dem Jägerburschen eine Ohrfeige und sprach dabei: "Dies leidest du jetzt von mir, und hinfort nicht mehr, weder von mir noch von einem andern!" Alsdann wurde der Hirschfänger feierlich überreicht "nicht zu dem Ende, das du es zu unnützen Händeln und Ungelegenheiten, sondern wozu es eigentlich gemacht, was vernünftig, redlich und rühmlich ist, nämlich zur Ehre der löblichen edlen Jägerei, seines künftigen Herrn, zur Beschützung seines und deines ehrlichen Namens, Leib und Lebens, am meisten aber auf Jagden führest und gebrauchest!"

Alsdann wurde dem Jägerburschen der Lehrabschied überreicht oder auch nur gezeigt und am nächsten Morgen zugestellt; dieser Brauch ist wohl so zu erklären, das man befürchtete, der neu gebackene hirsch- und holzgerechte Jäger könnte bei dem nun folgenden Examenstrunk seinen Lehrabschied, der für ihn ein wichtiges Dokument war, einbüßen. Der Jägerbursche steckte alsdann den Hirschfänger zu sich, bedankte sich in wohlgesetzter Rede, und die Anwesenden stießen in ihre Hifthörner, wünschten ihm Waidmannsheil und erkannten ihn als Kameraden an.

2 Kommentare

10.26.10

Gratuliere!

10.26.10

Danke! 🙂

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